Neue Dinge sind neu! Seit zwei Wochen arbeite ich nun in meinem neuen Job in Köln. Bis zum ersten Arbeitstag hatte ich ja fürchterbare Befürchtungen, dass ich auf ganzer Linie versagen werde. Vermutlich wird das auch noch passieren. Aber ich habe nicht wirklich Angst davor, denn ich bin 1. neu, 2. zum Lernen dort und 3. habe ich ganz wunderbare Arbeitskollegen!
Sowieso ist irgendwie alles anders und besser als vorher. Wir arbeiten mit dem Projektmanagement-System Scrum, das die Projekte in ganz viele kleine Einzeltickets teilt, die dann den zuständigen Programmierern und Entwicklern zugewiesen werden. Geplant wird der Zeitaufwand (in Punkten) und wann welche Tickets mit in eine aktive Phase, einen Sprint genommen werden. Sind Teilaufgaben nach der Qualitätssicherung nicht vollständig, wandern sie auf dem Scrum-Board, einer Magnettafel, zurück in die Bearbeitungs-Phase. In diesem Fall gewinnt Print vor Digital! Trotzdem sind alle Inhalte auch im Projektmanagement-Tool im Netz verfügbar.
Ich finde das System ganz großartig! Man hat nicht nur immer einen Überblick über die noch ausstehenden Aufgaben, man sieht auch beim täglichen viertelstündigen Scrum-Meeting, wer woran arbeitet. Jeder erzählt dann ein bisschen, wie weit er oder sie gekommen ist.
Momentan arbeite ich noch ziemlich stockend. Ich muss mich neben Scrum in die Versionierungssoftware SVN einarbeiten, öfter das Terminal benutzen, nachvollziehen, welche Arbeiten ich auf welche Tickets buchen muss, sowie das CSS(SASS)-Framework Compass erlernen. Aber während ich früher überwiegend Zeit damit verbrachte, mit Kunden zu diskutieren, Server neu zu starten oder zehn Dinge parallel zu machen, kann ich mich nun voll und ganz – ohne Ablenkung – auf die Entwicklung konzentrieren. Ganz schön neu und ungewohnt für die Chrisi
Aber toll!
Ungewohnt ist auch der neue Arbeitsweg mit dem Zug nach Köln. Abends bleibt einem nicht mehr viel Zeit, daheim noch etwas zu erledigen, daher habe ich angefangen, meine Abläufe anders zu strukturieren. Das ist anstrengend und kostet mich viel Nerven (zum Beispiel das im Voraus einkaufen gehen für eine Woche) aber ich weiß, dass mein Kopf ziemlich in alten Strukturen festgefahren ist (nach Hause kommen mit dem Rad, Feierabend am Rhein oder vor dem Fernseher) und ich ihn einfach an das Neue gewöhnen muss.
Im September beginnt dann auch noch mein berufsbegleitendes Mediendesign-Studium an der Rheinischen Fachhochschule Köln. Ob ich das durchstehe weiß ich allerdings nicht. Es wäre toll wenn ich wegen meines Vorwissens Klausuren und Kurse überspringen könnte, aber das muss ich dann sehen.
Gerade verändert sich sehr viel, auch kopfmäßig. Ich habe aufgehört, mich dagegen zu wehren. The heart wants what the heart wants
Ein bisschen lebe ich dabei auch immer nach dem Holstee-Manifesto:
Ein großes Dankeschön geht diese Woche an zwei Menschen, die diesen sorgenfreien Blogpost ermöglicht haben. Zum einen meine beste Freundin Sophia, die mich bis zum Bewerbungen abschicken in den Hintern getreten und mein Selbstbewusstsein aufgebaut hat, immer mit der Message: Du kannst alles schaffen!, und zum anderen an die Fotografin Heather Almeda von Onelovephoto, die mich mit ihrem “Thinking I may be overthinking”-Blogpost an die Essenz des Bloggens erinnert hat: aufrichtig und unvollständig und echt. So wie das Leben eben ist. Back to the roots.
Ab jetzt wird wieder regelmäßig gebloggt! (das wird den Jörn Hendrik sicher freuen
)
Ich habe noch einiges mehr geplant dieses Jahr, aber darüber wird berichtet, wenn es so weit ist
13/07/2012 @ 09:33
Oh, das klingt dich gut
Ich freu mich, wenn es wieder öfters Posts von dir gibt!
14/07/2012 @ 18:37
Danke meine Süße, wie lieb von dir! Aber letztendlich hast du deinen inneren Schweinehund überwunden und für dich selbst gekämpft – mit Erfolg!
Ich drücke dir die Daumen, dass du noch eine viel tollere Zeit vor dir hast…
xoxo
KUSS!!!
15/07/2012 @ 16:55
Huch? Wie jetzt Köln? Also mehr Bloggen ist ja wunderbar aber jetzt plötzlich Köln?
Nein, ich freu mich für dich. Klingt doch nach einer wunderbaren Chance und Köln ist großartig!
Dann werd ich dich demnächst besuchen kommen! Jawohl!
27/07/2012 @ 08:26
“The heart wants what the heart wants”
Genau. Viel Spaß