re:publica 2011



Der openmedi hat mir den Anstoß gegeben, das Meckern sein zu lassen. Deswegen habe ich auch gerade einige Paragraphen gelöscht. Viel lieber würde ich natürlich nur die Bilder sprechen lassen, aber die sind noch nicht entwickelt. Also fassen wir doch einfach mal das Gute der diesjährigen re:publica in Berlin zusammen!
Diese re:publica war irgendwie anders, und das kommt zum größten Teil durch die Menschen, die ich dort getroffen oder wiedergesehen habe. Ich möchte den beiden Grüppchen danke sagen, mit denen ich an diesen drei Tagen zwischen Friedrichstadtpalast und Kalkscheune hin- und hergestreift bin, durch den Regen mit gebücktem Kopf, zwischen den Räumen, im weiteren Kreise auch in Restaurants und Bars hinein, biertrinkend, unterhaltend, fröhlich. Immer mit Blick auf die improvisierte Mehrfachsteckdosen-Station im Hintergrund.
Ja, irgendwie sind wir schon Freaks^^
So war’s
Schön. Viel gelernt und entdeckt. Viele neue Denkanstöße. Sehr nette Menschen
Ausgesprochen gut gegessen. Am Freitag die Sonne genossen und mit dem Bötchen gefahren. Gut geschlafen.
Meine re:publica-Panels, Kurzfassung
Gamification oder: spielerisch zum Ziel.
Revolutionen, durch Menschen, aber mithilfe von Social Media Plattformen.
Re:learn: Digitale Medien in der analogen Schule, Medienkompetenz und -pädagogik (und damit verbunden tolle neue Tools; zu dem Thema demnächst mehr).
Die Wichtigkeit der Sprache und Begriffswahl in den Medien! Nie wieder werde ich unbedacht den Begriff “Netzaktivist” verwenden.
In eigener Sache
Für alle, die in diesem Jahr aus berechtigten und aus unberechtigten Gründen was zu Nörgeln hatten, hier mal schnell ein Hinweis:
Was die re:publica ist:
- Weitläufig. Kuschelig. Manchmal beides zusammen. Steckdosen und Ladekabel-Sharing. Zwei-Sätze-Wechsel-Begegnungen, die ein Lächeln zurücklassen. Längere Gespräche mit Menschen, bei denen man nicht gedacht hätte, dass sie mit einem reden würden (Promi-Faktor und so
). - Offline. Und manchmal finde ich das gar nicht so schlecht. Durch die Print-Pläne war ich dieses Jahr viel besser organisiert!
- Informativ. Selbst wenn das ein oder andere Panel nicht den Erwartungen entspricht, hat man selbst die Gelegenheit, Namen und Themen zu googeln und sich weiter damit zu beschäftigen. Das Panel ist nur der Anstoß.
- Spaß. Ich habe lange nicht mehr so häufig und so gut gelacht wie in der letzten Woche. Die Geschichten der anderen zu hören, mit zu leiden, mit zu diskutieren, sich bestätigen zu lassen in den Alltagserlebnissen mit Kunden.
- Feiern. Erwartet stets gute und unerwartete Partys rund um die re:publica. Finden müsst ihr die meist selbst. Aber das ist gar nicht so schwierig! Twitter ist Euer Freund!
- Bohemian Rhapsody. Freut Euch auf die mit Abstand bewegendste Karaoke und Abschlussveranstaltung. Ich musste schlucken vor Rührung!
- Familien-/Klassentreffen. Wo auch immer der Schuh drückt, seid sicher, es ist ein Follower da, der Euch helfen kann. Die Intelligenz und Hilfsbereitschaft der Gruppe ist doch immer wieder erstaunlich!
Was die re:publica nicht ist:
- Kulinarische Versorgungsstation. Den Gedanken könnt Ihr gleich mal vergessen. Denn Verpflegung in Form von Mittagessen war nie im Konzept der rp vorgesehen. 3000 Menschen in
zweidrei Locations organisieren und zusätzlich noch bekochen?? Auf Barcamps ist das logistisch eine Leichtigkeit, wir reden dort von maximal 500 Menschen. Da bleibt dann noch der ein oder andere Raum für Catering frei. - Garantie für perfekte Struktur. Wer dorthin kommt und eine perfekt durchorganisierte Veranstaltung erwartet, kann gleich wieder fahren. Auf der rp gilt das Prinzip: re:publica ist, was du draus machst. Das Programm ist nur der Rahmen. Ein bisschen Eigeninitiative muss aber schon sein. Auf der rp soll man ausdrücklich selber mitdenken!
- Diskussionsfrei. Ich hatte in diesem Jahr das Gefühl, einigen waren die Panels nicht “glatt” genug. Zuviele widersprüchliche Meinungen. Denen sei gesagt: Macht das erst mal selber, stellt euch vor die Menge und zieht das durch. Diskussionen sind richtig und wichtig und gehören gerade auf die re:publica! Für DIN-genormte Vorträge gibt es sicher genug andere Veranstaltungen.
Und sonst?
Ich möchte der republica gerne meine Hilfe anbieten. Vermutlich könnt ihr auf meinen (unprofessionellen aber sicher kompetenten) Raumplanungs- und Konzeptionierungsrat verzichten. Aber falls es doch noch etwas zu tun gibt: bitte meldet Euch. Werde mich auch im nächsten Jahr mal als Helfer engagieren. Ich finde das nämlich total gut. So viele vergessen, wieviel hinter den Kulissen stattfindet und wieviel Arbeit das alles wirklich ist.
Gute Arbeit, #rp11!
Danke
Danke an all die Menschen, die tolle Blogs schreiben, und denen ich zum ersten Mal persönlich die Hand schütteln dürfte. Marco, ich hoffe, du hast dich nicht zu sehr mit mir gelangweilt
Danke an Katrin für die großartige Button-Aktion #gowiththebutton! Dass du dir die Mühe gemacht hast hat sich gelohnt, wie ich finde. Sehr süß fand ich übrigens die Reaktionen der Vorbeikommenden, die sich unsicher waren, ob sie die Buttons denn nun wirklich und umsonst mitnehmen dürften.
Danke an Carolin Neumann, Sanja Stankovic, Felix Schaumburg, Jürgen Ertelt und Sebastian Deterding für informative und lehrreiche Panels! Und an das Team um “Creating meaningful experiences” im Quatsch Comedy Club.
Danke an die Organisatoren der re:publica!
Danke an das Circus Hostel für den entspanntesten Aufenthalt jeher.
Und danke, Berlin. Für alles. <3
Die restlichen Links zu Videos etc. kennt Ihr ja sicher schon. Ansonsten findet Ihr sie über www.re-publica.de.
Ein paar Bilder (iPhone-Qualität) findet Ihr bei Flickr. Die übrigen sind Holga-Bilder, die folgen dann in wenigen Tagen.
EDIT// In Anlehnung an das Panel “Quo vadis web?” betrachte ich die diesjährige re:publica übrigens als “Brücken-re:publica”: ich bin mir sicher, sie wird diesen Übergang mit Bravour meistern!






Pleasure, my dear. Und sehr schön, dass du die Meckerparagraphen gelöscht hast
Ich fühle mich geehrt der Anstoß für deine positivere Einstellung gegenüber der Re:Publica gewesen zu sein.

Es stimmt, man hätte vieles besser machen können und die Raumsituation war natürlich schwierig, aber auch wenn ich es in gut 60 Prozent der Fälle nicht in mein bevorzugtes Pannel schaffte hat mir die Konferenz (vielleicht auch gerade deswegen) ziemlich die Scheuklappen abgenommen.
Lustig finde ich übrigens auch, dass wir fast keine unserer Veranstaltungen überschnitten haben.
Kein Wunder, dass wir uns nicht über den Weg gelaufen sind.
Das sollten wir nächstes Mal dann aber nachholen.
@Martin: Oh, glaub mir, das werden wir tun (das Treffen). Es wird Bier geben, stell dich schonmal drauf ein
[...] die Chrisi auf Save the Pony trifft den Nagel auf den [...]
[...] Auch Christiane hat vom Meckern genug und lässt (bald) Bilder sprechen: re:publica 2011 [...]