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Und auch wenn ich damit komplett alleine bin: Ich will nicht nach Berlin!

Momentan ist die Blogging-Luft wieder etwas raus und ich fülle dafür den Empty Space drüben auf Instagram. Auf den 3. (von 6) Schottland-Teil(en) müsst ihr noch etwas warten. Dafür gehe ich morgen in Kordel 5 Stunden wandern und das wird zuerst verbloggt 🙂 (Ich freu mich so riesig!!!!)

Mein Alltag ist derzeit ziemlich busy, ich bereite langsam meinen Umzug vor und kümmere mich um einen Job und solche Dinge. Nebenbei habe ich ganz unterbewusst das Bücher lesen wieder ins Herz geschlossen. Wer mich kennt weiß dass ich in meiner Kindheit genug Bücher gelesen habe dass es für drei Leben reicht, aber ein wenig weh tat es mir schon, seit Jahren nur mehr digitale anstatt Papierseiten gewälzt zu haben. Grund ist dieses Buch: Ready Player One. Ich hatte es mir neben „Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr Leid“ (was ich aufgrund der Erinnerung an reale Lebensereignisse pausieren musste) auf Englisch für Schottland geholt, dann aber daheim gelassen. Hätte ich es mal besser eingepackt! Erst einmal basiert es auf den 80ern und hat gaaaanz viele tolle Anspielungen, Lyrics und Persönlichkeiten (ich sage nur: „Pretty in Pink“). Und gleichzeitig spielt es in der Zukunft und hat mit Virtual Reality zu tun. Die Story flasht mich grade total. Hab es sicher in ein, zwei Tagen ausgelesen. Und was lese ich dann??

Zum Post-Titel: Ich bin ja gerade auf Job-Suche aka beginne sie nächste Woche. Wie die Geschichte ausgeht kann ich nicht sagen, ich lasse mich da (hoffentlich positiv!) überraschen. Aber ich werde in letzter Zeit oft, vor allem von „Kollegen“ gefragt, wo es mich hinzieht, Hamburg, München, Berlin, Amsterdam? Ja, ohne Frage, das sind alles ganz fantastische Städte. Und mit Sicherheit gibt es dort ein tolles Kreativszenen-Flair und tolle Menschen und fancy Hipster-Sachen. Ich weiß nicht genau woher dieses Klischee kommt, dass man als Hochschulabsolvent gleich die ganz große Entscheidung für eine möglichst weit von der Heimat entfernte Stadt trifft. Jedenfalls passt sie nicht zu mir. Ich brauche nämlich kein Hipstertum. Und kein freies Obst oder After-Job-Kickoff-Parties oder irgendwelche „Benefits“. Ich möchte einfach einen schönen Job finden mit tollen Kollegen von denen ich lernen und mit denen ich mich austauschen kann und wir coole Projekte rocken. Im Team. Dafür brauche ich gar nicht nach Amsterdam oder Berlin.

Mich zieht es nach Bonn, zurück in meine Heimat. Ich mag dass die Menschen dort alle so „normal“ sind. Und rheinisch entspannt. Und ich mag, dass ich dort meine Familie und meine Freunde in der Nähe habe, denn die sind es die mich (neben meinem Job) glücklich machen. Was nützt mir denn ein grandioser Job in Berlin, wenn ich ständig gestresst zu Geburtstagen nach Hause pendeln muss oder die wichtigsten Ereignisse meiner Freunde verpasse?

I don’t need fame, I need happy.

Und den Rhein. Und das Siebengebirge. Und die Hofgartenwiese. Und Sonne. Und einen Computer. Mehr brauch ich nicht.

Cheers to being happy!!

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Wandern in Trier und Umgebung – 1. Der Weinwanderweg

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Es ist beängstigend, wie anpassungsfähig der Mensch ist. Vor 3 Wochen war ich noch im Abenteuer Schottland, und heute lebe ich wieder ganz normalen Alltag, mit Einkaufen, Shoppen, Serien gucken und Internet. Damit der Alltag aber nicht die Überhand gewinnt, habe ich mir nach dem Bewandern des Cow Hill Trails das Ziel gesetzt, bis im nächsten Jahr genug Kondition zu haben, um den Ben Nevis (je 4 Stunden Auf- und Abstieg) zu besteigen. Das Anstrengende am Wandern dort ist nicht die Höhe, sondern der lange, steil ansteigende Aufstieg, der einem Stück für Stück die Puste raubt. Pausen sind daher unumgänglich![Weiterlesen]

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Ein Schiff, ein großes. (Schottland Teil 2)

Amsterdam –> Newcastle –> Edinburgh

Zu Teil 1: Vom Heimkommen

Wie beginnt man einen Reisebericht von einem Land, das man noch so sehr in sich trägt und fühlt, als wäre man noch dort?

Marcel, meine Reisebegleitung für eine Woche und ich befinden uns auf der DFDS Fähre von Amsterdam nach Newcastle-upon-Tyne in England, nahe der schottischen Grenze. Wir stehen nach der ersten Erkundung des Schiffes vorne auf dem offenen Deck über dem Bug und genießen den blauen Himmel und die Hafenatmosphäre.

Blick vom Bug der "King Seaways" auf den Hafen von Ijmuiden bei Amsterdam

Blick vom Bug der „King Seaways“ auf den Hafen von Ijmuiden bei Amsterdam

Panorama beim Auslaufen des Schiffs aus Amsterdam

Panorama beim Auslaufen des Schiffs aus Amsterdam

Die "King Seaways" begrüßte uns ganz freundlich :)

Die „King Seaways“ begrüßte uns ganz freundlich 🙂

Jeder dem ich davon erzählte dass wir Fähre fahren sagte zuerst „Toll!“ und dann: „Wieso fliegst du nicht!?“ 😉 Dazu muss man wissen dass ich das Wasser liebe, egal in welcher Form. Am und im und auf dem Meer zu sein ist für mich besser als Geburtstag haben! Und ich liiiiebe Fähre fahren![Weiterlesen]

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Vom Heimkommen. (Schottland Teil 1)

Füße im Meereswasser

Und dann sitzt du da in deinem eigenen Bett. Um dich herum ist es still. Keine 6er-Schlafraum-Bettnachbarinnen um dich herum, die sich Englisch sprechend durch ihre Sachen aus dem Rucksack wühlen, ihre Haare fönen oder gemütlich ein Buch lesen im Hochbett gegenüber. Dein Backpacker-Rucksack liegt nur halbausgepackt auf dem Boden (um an das nötigste zu kommen), deine Wanderschuhe liegen achtlos daneben. Vor wenigen Tagen waren sie noch dein Ein und Alles und haben dich über Stock und Stein, durch Bäche und über Schlammpfützen getragen. Doch hier ist kein Berg, kein unbefestigter Pfad.

Seit der Ankunft am Flughafen ist da dieses Gefühl in dir. Es ist sehr schwer zu beschreiben. Es ist keine Traurigkeit. Es ist auch kein richtiges Fernweh. Es ist so ein allumfassendes Gefühl der Verbundenheit mit der Welt. Dem Unterwegssein. Und hier, zurück in der „Heimatstadt“, wo alles still steht, hat es nichts zu suchen. Es fühlt sich falsch an, fehl am Platz. Alles ist so anders als an dem Ort an dem man vor wenigen Tagen noch war. Am meisten fehlt dir die Natur, die Weite. Die anders sprechenden, unfassbar freundlichen Menschen. Plötzlich sind überall Straßen und Autos, und die Menschen wirken so gestresst. Was hab ich hier zu suchen, fragst du dich? Du weißt, du willst nicht sofort wieder zurück, denn die Reise war teilweise auch anstrengend. Aber hier bleiben kannst du auch nicht. Du bist irgendwie verloren. Du hast plötzlich dein eigenes Bett wieder, deine Wohnung, eine eigene Dusche und eine saubere Toilette mit ordentlichem Klopapier. Aber all das brauchst du eigentlich nicht. Das weißt du jetzt, denn du hast einige Wochen ohne gelebt.

Du fällst in ein seltsames, ungewohntes, nie gefühltes Loch.

Und in all diese Orientierungslosigkeit kommen die Anderen. Die dich fragen „Und jetzt, wie geht’s weiter?“ – und du nicht weißt was du antworten sollst. Die in ihrem Alltagstrott leben, grade von der Arbeit kommen, einen anstrengenden Tag hatten, sich auf das Wochenende freuen. Und da bist du, sprudelst über vor Begeisterung und Freude und Erlebnissen und Erfahrungen und willst am liebsten sofort drei Stunden gemeinsam Fotos schauen und erzählen und berichten und – abgebremst. Abgebremst von der Realität. Denn die zeigt dir, dass niemand so richtig hören will wo du warst. Was du erlebt hast. Nach zwanzig Minuten Erzählen deinerseits dreht sich alles wieder um das kaputte Auto, oder den morgigen Arzttermin, oder warum das Badezimmer noch nicht geputzt ist. Und du sitzt dazwischen, siehst dir alles an und verstehst nichts mehr. Willst einfach nur zurück, in das Land, die Stadt, an den Fluss, wo du Postkarten schriebst während die Sonne unterging und das Wasser rauschte und du so völlig mit dir und in dir selbst warst und zufrieden mit allem. Wo alles gut war. Und zwar ohne-Hintergedanken-gut.

In Deutschland war alles immer mit Hintergedanken. Dort, in Schottland, war schon nach kurzer Zeit alles aufregend, und neu, und interessant, und schwierig, aber irgendwie gut, denn es war dein schwierig und dein neu, selbstgewählt. Hier, zurück, hast du das nicht gewählt. Es ist einfach da und hat auf deine Rückkehr gewartet. Die Probleme. Der Berg an To-Dos. Alles hattest du vor der Reise hinfortgeschoben, um nicht daran zu zerbrechen. Die Reise hat dir eines gezeigt: wie es ist, endlich wieder unbeschwert zu sein. Frei. Frei entscheiden zu können ob du nun dies tust oder das. Ob du in den Norden fährst oder den Süden. Ob du einen Salat im Park isst oder ein Steak im Pub. Ohne Hintergedanken. Ohne Sorgen. Einfach machen.

Und jetzt wo du zurück bist, bindet sich alles Alte wieder an dein Bein und deine Seele.

Und du fragst dich, was du hier sollst, wo doch in Freiheit alles so viel besser war. Du fragst dich, warum du jetzt arbeiten sollst, und einkaufen, und putzen, und Berge abarbeiten.

Die Wahrheit ist: das ist normal. Es wird besser, wenn man mit Menschen redet, die das gleiche erlebt haben. Die selbst schon zur nächsten Reise sparen. Die dich auffangen und abholen, dich trösten, „es wird besser“ und tatsächlich wissen, dass es so ist, weil selbst erlebt. Die anderen, die es nicht erlebt haben, werden niemals verstehen wie es ist. Und das ist ok, aber sie können dir nicht helfen.

Die Lösung: sich Zeit lassen. So wie man das im Ausland tat. Ankommen, auf die eigene Weise. Nichts überstürzen. Sich an die neuen Eigenschaften erinnern, die man auf der Reise gelernt hat und beibehalten möchte. Nach ein paar Tagen resümieren, was man nicht geschafft hat zu sehen, und es auf die Liste der kommenden Reise packen. Sich von den „Normalos“ nicht verunsichern lassen. Ganz sachte zurückkehren, nur das nötigste machen. Nicht gleich mit dem Berg anfangen. Vielleicht auch: Hilfe holen. So wie man den fremden Herrn im Zug auf Englisch bat, den schweren Rucksack ins Gepäckfach zu hieven. Mit Hilfe geht es manchmal leichter. Vor allem aber: reden. Viel reden. Erklären wie man sich fühlt. Oder aufschreiben. Sich erinnern.

Es heißt, wenn dich der Travel-Bug einmal gebissen hat, lässt er dich nicht mehr los.

Ich kann sagen: Oh dear, das ist so wahr!

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Wie man in Trier den Flüchtlingen hilft.

Vor zwei Wochen war ich zum ersten Mal in einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (Afa) in Trier. Wir hatten einige Kleidung gesammelt, die wir vorbeigebracht haben. Die Informationen dazu bekamen wir aus der Facebook-Gruppe der Kleiderkammer Trier. Dort wird ständig gepostet, welche Spenden in der Kammer gebraucht werden. Vorher liest man ja immer nur Berichte in den Nachrichten, und viele davon sind nicht wirklich positiv. Umso wichtiger ist es, dass man einfach mal selbst zu den Afas geht, sich ein Bild macht und Hilfe anbietet.

Die Afa in der Dasbachstraße liegt im Trierer Norden gegenüber einem schönen kleinen Park mit See, dem Nell’s Park. Die Unterkunft selbst befindet sich dabei auf dem Gelände der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), die die einzige dauerhafte Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Rheinland-Pfalz verwaltet. Sie hat noch eine Nebenstelle in der Luxemburger Straße. Das Gelände der Dasbachstraße besteht aus einem alten Kasernengelände, ist aber dennoch zentral angebunden (10 Minuten mit dem Bus zum Hbf).

Die Flüchtlinge wohnen dort in den drei Häusern, aufgestellten Wohncontainern und leider auch immer noch einige in einem Zelt. Dennoch ist die Lage dort nicht „außer Kontrolle“, wie es die Presse manchmal darstellt. Ich habe aber die Zimmer und Flure und auch die Toiletten gesehen und kann nur sagen: da muss dringend(!!!) was getan werden. Überall, auch in Treppenhäusern, liegen Matratzen oder Decken im Dreck. Hygienisch kann man das nicht mehr wirklich nennen. Teilweise schlafen die Menschen ja auch freiwillig draußen, weil die Belegung mit 1400 Menschen statt 700 einfach eine totale Enge erzeugt und man mit vielen fremden Kulturen in kleinen Zimmern leben muss. Wenn man mit den Menschen spricht sind aber alle sehr nett, einige sprechen sehr gut Englisch. Zum Glück gibt es an der Afa einen Kinderspielplatz, und in den Containern findet teilweise die medizinische Versorgung statt. Als wir heute dorthin kamen, liefen gerade einige in Warnwesten über das Gelände und sammelten Müll. Zwischendurch bringen Reisebusse Menschen weg, vermutlich zu der Aufnahmestelle in Hermeskeil.

Das ist aber alles meine private Einschätzung, da ich noch nicht mehr gesehen habe.

Heute war ich auf einer „Kleider-Sortierparty“ in der Kleiderkammer der Afa in der Dasbachstraße in Trier. Die liegt im Keller des Gebäudes in dem die Flüchtlinge leben. Das ist nicht so wie in Hamburg, wo man eine riesige Lagerhalle für sich hat, sondern man begegnet den Flüchtlingen ständig. Die Kammer ist jedoch aus sicherheitstechnischen Gründen abgeschlossen und man muss laut klopfen, damit jemand von innen aufmacht.

Heute waren mit mir ca. 25-30 sehr netten Leute dort, die alle auf den Aufruf der Kleiderkammer gekommen waren. Die Kleiderkammer hat derzeit einen Spendenstopp, da sie voll ist (und noch immer fragen Leute in der Gruppe, ob sie etwas bringen können!). Einige Helfer brachten Snacks und Kuchen mit. Immer 3-5 Leute wurden den Räumen mit den einzelnen Bereichen zugewiesen, in einem Hauptraum gab es neue Kisten. Dann hieß es: hergebrachte Kinderkleidungs-Berge begutachten (Kleidung mit starken Flecken und Löchern wird in Säcken zur Altkleidersammlung gegeben), die Größe rausfinden (was bei Kinderkleidung eine Katastrophe ist, ich hatte ja keine Ahnung 😉 ), falten und in die jeweilige beschriftete Kiste legen. Volle Kisten werden umgeladen, zugeklebt und beschriftet in einen Lagerraum am Ende des Flures gebracht. Die Flüchtlinge helfen auch beim Verteilen der Kleidungskisten und so kommen regelmäßig Helfer in das Lager und holen Kisten ab.

Der Sortier-Raum ist für fünf Leute relativ eng, so muss man sich oft durchschlängeln, und die Temperatur lag bei ca. 25 Grad, weil es nur kleine Lüftungsfenster gibt. Nach dem ersten Orientieren sprachen wir auch über die Lage in Trier, was wir so an Hilfsprojekten mitbekommen haben und auch die Organisatoren (so 3-4 zählte ich) sprachen oft in der Küche darüber, wie schwierig die Lage ist. In Trier tut sich einiges, aber wie überall fehlt Hilfe von „oben“ und man hörte den Frust und Ärger heraus. Aber da jammert keiner stundenlang. Nach kurzer Pause ging es sofort wieder weiter. Als wir nach drei Stunden verschwitzt rauskamen, waren alle Räume, also alle Kleidungskategorien fertig sortiert und gelagert. Das war schon ein cooles Gefühl 🙂

Derzeit sammeln sich die Initiativen im Internet, es entstehen Webseiten und Dokumente mit Anlaufstellen für Spenden, neuen Ideen und anderen passenden Themen und Ansprechpartnern. Viele verschiedene Netzwerke zusammen zu bringen ist wohl, wie überall, die Mammutaufgabe. Da es bisher keine Koordinierung vom Land Rheinland Pfalz gab, gibt es viele kleine Initiativen, die sich unterschiedlichen Bereichen annehmen. Eine spricht zum Beispiel direkt mit den Familien in den Afas, sammelt anonym was die Familie braucht, und stellt dann das Infoblatt in die Gruppe. Jemand kann sich dann der Familie als „Pate“ annehmen und die Dinge für sie sammeln. So werden komplette „Pakete“ abgegeben.

Im August gab es auch ein Treffen, organisiert von Trier für Alle, wo sich alle Initiativen mal treffen und kennenlernen konnten. In einem Hackpad werden derzeit alle Ideen und Pläne gesammelt, und da sind tolle Sachen dabei! Natürlich ist auch vieles doppelt organisiert, aber ich glaube ganz ehrlich, dass sich das noch auszahlen wird, wenn die nächsten Flüchtlinge Trier erreichen. Vor zwei Wochen gab es bei schönstem Wetter außerdem ein erstes Kinder- und Familienfest im Nell’s Park, das wohl sehr gut ankam. In Trier mag es vielleicht etwas langsamer gehen als woanders, aber hier steht keiner doof rum und wartet, dass etwas passiert. Alle arbeiten hart daran, dass bald niemand mehr auf dem Boden oder in Zelten schlafen muss. Ich möchte auch gar nicht wissen was da noch alles hinter den Kulissen in der Stadtverwaltung läuft, von dem man (leider) nichts mitbekommt.

Im August gab es dann auch noch ein Benefizkonzert von der Kulturkarawane mit lokalen Bands im Brunnenhof, bei dem für die Flüchtlingshilfe gesammelt wurde. Das Konzert kam super an und war proppevoll besucht. Gestern wurde bekannt gegeben, dass 1500 Euro zusammengekommen sind 🙂

Was ich also mit diesem Post sagen möchte: die Lage in Trier ist arg, ja. Aber die Presse stellt das oft sehr einseitig dar und vergisst, mit den Verantwortlichen vor Ort zu sprechen. Hier sind viele gute Dinge am Werk und ich glaube, dass wir der Aufgabe gewachsen sind. Es wird mit Sicherheit bald besser werden. Diese Menschen helfen alle neben der Arbeit, umsonst, und das machen sie super! Nach meinem Urlaub möchte ich mich weiter engagieren und werde mich mal erkundigen, wo ich am besten helfen kann.

Wer das auch tun möchte, für den habe ich mal einige wichtige Fragen und Antworten und Informationsangebote gesammelt (zum Beispiel auch die Antwort auf die Frage, warum die Stadt Trier selbst in den Afas keinerlei Zuständigkeit hat), und zwar auf dieser Seite:

FAQ Flüchtlingshilfe Trier

Ich hoffe dass ich so einigen Trierern ihre Fragen ein wenig beantworten kann und würde mich freuen, wenn mehr Menschen helfen. Die „Kleiderparty“ hat Riesenspaß gemacht! Wichtig ist: nicht einfach irgendetwas bringen, immer vorher informieren! Es bringt nichts wenn man tausend gespendete Koffer hat, aber nichts zum Anziehn für die Kinder.

Für Anregungen und Kritik könnt ihr mir gerne eine E-Mail schreiben 🙂