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More money, more problems.

In den letzten Wochen habe ich mir viele Gedanken über Lebensstandards gemacht. Für mich ist es eine völlig neue Erfahrung, jeden Monat ein Gehalt zu bekommen. In der Ausbildung gab es das auch, aber das war ein geringer Betrag, der kaum zum Leben reichte, damals war man jung und hatte keine Ahnung, wie man Geld verwalten soll, keine Pläne für die Zukunft, keine Sorge, dass man die Familie nicht wird ernähren können. Ich bemerke, wie ich mich verändere. Früher habe ich mühsam arbeiten und sparen müssen, um mir etwas zu leisten. Doch was dahinter geschieht, sieht niemand.

Nach außen hin: Fotos von Cafés und Einkäufen und Essen auf Tellern auf Instagram.

The real life: Im Café die letzten 5-Cent-Stücke zusammengekratzt, um das Stück Kuchen bezahlen zu können. Mit einem Teil des Geldes für die Miete günstige Schallplatten gekauft, damit man sich auch mal was gönnen kann.[Weiterlesen]

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Verdammte Filterbubble.

Am Montag war ich nach gaaanz langer Zeit mal wieder beim Webmontag Bonn. Lina organisiert den seit Jahren vorbildlich und großartig und ich wollte einfach mal wieder unter guten Leuten sein.

Diesen Montag hielt Johanna vom bonn.Lab einen Vortrag über das Projekt #bonnfiji. Dabei geht es um Unterstützung und Aktionen zum UN-Klimagipfel, der vom 6.-17. November 2017 anstelle auf dem viel zu kleinen Fiji in Bonn stattfindet (Fiji ist eigentlich Vorsitz für den Gipfel in diesem Jahr). Um die 20.000 Delegierten und Mithelfenden unterzubringen sucht die Stadt Bonn dringend private Unterkünfte. Jeder kann also mithelfen, indem er einfach einen Schlafplatz zur Verfügung stellt. Sich informieren kann man auf Facebook hier und hier sowie bei der Stadt Bonn. Der Vortrag von Johanna war echt toll und sie zeigte, welche Aktionen schon durchgeführt wurden und geplant werden.

Johanna bat zu Beginn um eine kurze Vorstellungsrunde, um zu erfahren, was jeder einzelne Anwesende für den Klimaschutz tut. Da kamen ganz tolle, lustige und erschreckende Antworten zustande:[Weiterlesen]

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Ankommen.

Seit 24 Tagen bin ich nun „so richtig“ wieder in Bonn. Seitdem ist eine ganze Menge passiert, um mich herum und mit mir.

Die Entscheidung hierher zurückzukommen war goldrichtig. Ich war schon lange nicht mehr so zufrieden. Bis zur völligen Entspanntheit braucht es noch eine abgearbeitete To-Do-Liste und eine Runde Yoga, aber ich merke jetzt schon, wie mich der Wechsel glücklicher macht.

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Von Filterblasen und Lesungen.

Auch mich haben die Entwicklungen der letzten Woche etwas überwältigt. Ich starrte morgens um sechs Uhr mit müden Augen auf Twitter und dachte „Ist das der ihr Ernst?!“ Auch wenn ich nicht naiverweise geglaubt hatte, dass Hillary gewinnt, weil ich gesehen habe was hier in Deutschland mit der AfD passiert ist, so machte mich doch diese Wand an roter Farbe in der Bundesstaaten-Karte sprachlos.

Ich habe schon länger Schwierigkeiten mit der traditionellen us-amerikanischen Mentalität. Ich meine damit die Ansichten und Traditionen der Südstaaten-Bewohner. Ich bin mal auf Instagram einer jungen Frau aus den USA gefolgt, die tolle sportliche Kunststücke zeigte. Eines Tages postete sie jedoch ein Bild mit einer Waffe und einem fröhlichen Kommentar á la „Heute schieße ich aus Spaß mal ein bisschen auf dem Feld in der Gegend herum.“[Weiterlesen]

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Wie ich mich online für einen Job bewarb und warum ich das Internet so liebe

Am 11.Oktober 2016 veröffentlichte ich zeitgleich auf Facebook und Twitter meine Anzeige für eine Suche nach einer neuen Stelle als Web- oder User Interface Designerin. Ich entschied mich bewusst für diese beiden Plattformen, denn Twitter ist aus meiner Erfahrung die Plattform mit der größten Reichweite und dem größten Anteil an Webworkern in meiner Timeline und meinen Followern, und Facebook besitzt den größten Anteil an Menschen aus meiner Heimatstadt Bonn, die Wissen über aktuelle offene Stellen besitzen. Diese Schnittmenge sollte ausreichen, um die passenden Personen zu erreichen. Xing kam für mich nicht in Frage, weil ich dort häufig die traurige Erfahrung machen musste, dass Anzeigen und Suchen zwar wahrgenommen, aber oftmals pauschal interpretiert werden, d.h. dass Inhalte und Qualifikationen nicht gelesen werden und es dann bei einer Anfrage per privater Nachricht oftmals zu der Erkenntnis kommt, dass die angebotene Stelle gar nicht passt.[Weiterlesen]