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Von Filterblasen und Lesungen.

Auch mich haben die Entwicklungen der letzten Woche etwas überwältigt. Ich starrte morgens um sechs Uhr mit müden Augen auf Twitter und dachte „Ist das der ihr Ernst?!“ Auch wenn ich nicht naiverweise geglaubt hatte, dass Hillary gewinnt, weil ich gesehen habe was hier in Deutschland mit der AfD passiert ist, so machte mich doch diese Wand an roter Farbe in der Bundesstaaten-Karte sprachlos.

Ich habe schon länger Schwierigkeiten mit der traditionellen us-amerikanischen Mentalität. Ich meine damit die Ansichten und Traditionen der Südstaaten-Bewohner. Ich bin mal auf Instagram einer jungen Frau aus den USA gefolgt, die tolle sportliche Kunststücke zeigte. Eines Tages postete sie jedoch ein Bild mit einer Waffe und einem fröhlichen Kommentar á la „Heute schieße ich aus Spaß mal ein bisschen auf dem Feld in der Gegend herum.“[Weiterlesen]

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Wie ich mich online für einen Job bewarb und warum ich das Internet so liebe

Am 11.Oktober 2016 veröffentlichte ich zeitgleich auf Facebook und Twitter meine Anzeige für eine Suche nach einer neuen Stelle als Web- oder User Interface Designerin. Ich entschied mich bewusst für diese beiden Plattformen, denn Twitter ist aus meiner Erfahrung die Plattform mit der größten Reichweite und dem größten Anteil an Webworkern in meiner Timeline und meinen Followern, und Facebook besitzt den größten Anteil an Menschen aus meiner Heimatstadt Bonn, die Wissen über aktuelle offene Stellen besitzen. Diese Schnittmenge sollte ausreichen, um die passenden Personen zu erreichen. Xing kam für mich nicht in Frage, weil ich dort häufig die traurige Erfahrung machen musste, dass Anzeigen und Suchen zwar wahrgenommen, aber oftmals pauschal interpretiert werden, d.h. dass Inhalte und Qualifikationen nicht gelesen werden und es dann bei einer Anfrage per privater Nachricht oftmals zu der Erkenntnis kommt, dass die angebotene Stelle gar nicht passt.[Weiterlesen]

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Und auch wenn ich damit komplett alleine bin: Ich will nicht nach Berlin!

Momentan ist die Blogging-Luft wieder etwas raus und ich fülle dafür den Empty Space drüben auf Instagram. Auf den 3. (von 6) Schottland-Teil(en) müsst ihr noch etwas warten. Dafür gehe ich morgen in Kordel 5 Stunden wandern und das wird zuerst verbloggt 🙂 (Ich freu mich so riesig!!!!)

Mein Alltag ist derzeit ziemlich busy, ich bereite langsam meinen Umzug vor und kümmere mich um einen Job und solche Dinge. Nebenbei habe ich ganz unterbewusst das Bücher lesen wieder ins Herz geschlossen. Wer mich kennt weiß dass ich in meiner Kindheit genug Bücher gelesen habe dass es für drei Leben reicht, aber ein wenig weh tat es mir schon, seit Jahren nur mehr digitale anstatt Papierseiten gewälzt zu haben. Grund ist dieses Buch: Ready Player One. Ich hatte es mir neben „Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr Leid“ (was ich aufgrund der Erinnerung an reale Lebensereignisse pausieren musste) auf Englisch für Schottland geholt, dann aber daheim gelassen. Hätte ich es mal besser eingepackt! Erst einmal basiert es auf den 80ern und hat gaaaanz viele tolle Anspielungen, Lyrics und Persönlichkeiten (ich sage nur: „Pretty in Pink“). Und gleichzeitig spielt es in der Zukunft und hat mit Virtual Reality zu tun. Die Story flasht mich grade total. Hab es sicher in ein, zwei Tagen ausgelesen. Und was lese ich dann??

Zum Post-Titel: Ich bin ja gerade auf Job-Suche aka beginne sie nächste Woche. Wie die Geschichte ausgeht kann ich nicht sagen, ich lasse mich da (hoffentlich positiv!) überraschen. Aber ich werde in letzter Zeit oft, vor allem von „Kollegen“ gefragt, wo es mich hinzieht, Hamburg, München, Berlin, Amsterdam? Ja, ohne Frage, das sind alles ganz fantastische Städte. Und mit Sicherheit gibt es dort ein tolles Kreativszenen-Flair und tolle Menschen und fancy Hipster-Sachen. Ich weiß nicht genau woher dieses Klischee kommt, dass man als Hochschulabsolvent gleich die ganz große Entscheidung für eine möglichst weit von der Heimat entfernte Stadt trifft. Jedenfalls passt sie nicht zu mir. Ich brauche nämlich kein Hipstertum. Und kein freies Obst oder After-Job-Kickoff-Parties oder irgendwelche „Benefits“. Ich möchte einfach einen schönen Job finden mit tollen Kollegen von denen ich lernen und mit denen ich mich austauschen kann und wir coole Projekte rocken. Im Team. Dafür brauche ich gar nicht nach Amsterdam oder Berlin.

Mich zieht es nach Bonn, zurück in meine Heimat. Ich mag dass die Menschen dort alle so „normal“ sind. Und rheinisch entspannt. Und ich mag, dass ich dort meine Familie und meine Freunde in der Nähe habe, denn die sind es die mich (neben meinem Job) glücklich machen. Was nützt mir denn ein grandioser Job in Berlin, wenn ich ständig gestresst zu Geburtstagen nach Hause pendeln muss oder die wichtigsten Ereignisse meiner Freunde verpasse?

I don’t need fame, I need happy.

Und den Rhein. Und das Siebengebirge. Und die Hofgartenwiese. Und Sonne. Und einen Computer. Mehr brauch ich nicht.

Cheers to being happy!!

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Wandern in Trier und Umgebung – 1. Der Weinwanderweg

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Es ist beängstigend, wie anpassungsfähig der Mensch ist. Vor 3 Wochen war ich noch im Abenteuer Schottland, und heute lebe ich wieder ganz normalen Alltag, mit Einkaufen, Shoppen, Serien gucken und Internet. Damit der Alltag aber nicht die Überhand gewinnt, habe ich mir nach dem Bewandern des Cow Hill Trails das Ziel gesetzt, bis im nächsten Jahr genug Kondition zu haben, um den Ben Nevis (je 4 Stunden Auf- und Abstieg) zu besteigen. Das Anstrengende am Wandern dort ist nicht die Höhe, sondern der lange, steil ansteigende Aufstieg, der einem Stück für Stück die Puste raubt. Pausen sind daher unumgänglich![Weiterlesen]

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Ein Schiff, ein großes. (Schottland Teil 2)

Amsterdam –> Newcastle –> Edinburgh

Zu Teil 1: Vom Heimkommen

Wie beginnt man einen Reisebericht von einem Land, das man noch so sehr in sich trägt und fühlt, als wäre man noch dort?

Marcel, meine Reisebegleitung für eine Woche und ich befinden uns auf der DFDS Fähre von Amsterdam nach Newcastle-upon-Tyne in England, nahe der schottischen Grenze. Wir stehen nach der ersten Erkundung des Schiffes vorne auf dem offenen Deck über dem Bug und genießen den blauen Himmel und die Hafenatmosphäre.

Blick vom Bug der "King Seaways" auf den Hafen von Ijmuiden bei Amsterdam

Blick vom Bug der „King Seaways“ auf den Hafen von Ijmuiden bei Amsterdam

Panorama beim Auslaufen des Schiffs aus Amsterdam

Panorama beim Auslaufen des Schiffs aus Amsterdam

Die "King Seaways" begrüßte uns ganz freundlich :)

Die „King Seaways“ begrüßte uns ganz freundlich 🙂

Jeder dem ich davon erzählte dass wir Fähre fahren sagte zuerst „Toll!“ und dann: „Wieso fliegst du nicht!?“ 😉 Dazu muss man wissen dass ich das Wasser liebe, egal in welcher Form. Am und im und auf dem Meer zu sein ist für mich besser als Geburtstag haben! Und ich liiiiebe Fähre fahren![Weiterlesen]